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DOMSTADT MERSEBURG
Schatzkammer für deutsche Zaubersprüche

   

von Kora Thomas

Merseburg präsentiert sich als eine der ältesten Städte Mitteldeutschlands. Als Dom-, Hochschul- und Hansestadt besitzt sie eine lange Geschichte, die sich nicht nur auf die architektonischen Künste des Mittelalters bezieht. Denn auch die deutsche Literatur- und Sprachforschung besitzt in Merseburg – begründet durch die einzigartige Entdeckung der so genannten Merseburger Zaubersprüche im Jahre 1841 – eine lange kulturhistorische Tradition.

 DOMSTADT MERSEBURG - SCHATZKAMMER FÜR DEUTSCHE ZAUBERSPRÜCHE
Merseburger Schloss
© Lebrecht / wikipedia.de


Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise auf den Spuren der Merseburger Zaubersprüche ist und bleibt der Dom St. Johannes und Laurentius. Bis heute präsentiert er sich als beeindruckendes Kulturdenkmal auf der Straße der Romanik. Das vieltürmige Dom- und Schlossensemble überragt die Stadt und ist damit bereits von Weitem zu sehen.
Im 11. Jahrhundert erbaut, repräsentiert der Dom bis heute das Hochstift Merseburg. Mittelalterliche und neuzeitliche Kunstwerke können im Domschatz betrachtet werden. Neben kostbaren Handschriften sind in der Schatzkammer am Kreuzgang die prachtvoll ausgemalte Merseburger Bibel aus dem 13. Jahrhundert und ein romanischer Tragaltar zu sehen. Unterhalb der Schatzkammer, in der Südklausur des Domes, verbirgt sich das „Zauberspruchgewölbe“.



 DOMSTADT MERSEBURG - SCHATZKAMMER FÜR DEUTSCHE ZAUBERSPRÜCHE

Merseburger Dom
© Z thomas / CC BY 3.0



 DOMSTADT MERSEBURG - SCHATZKAMMER FÜR DEUTSCHE ZAUBERSPRÜCHE
Wappen der Familie v. Trotha /
Bronzetafel am
Dom zu Merseburg
© Hvrandow / wikipedia.de




Der Zauber um Merseburg

Die Merseburger Zaubersprüche gelten als das einzige und zugleich älteste althochdeutsche Sprachzeugnis germanischen Heidentums. Bis heute ist ihre Herkunft unbekannt. Offenkundig ist jedoch der Ursprung ihres geheimnisvollen Namens, denn beide Schriften enthalten Zaubersprüche: einerseits zur Befreiung von Gefangenen und andererseits zur Heilung eines Pferdes. Erst im November 1841 entdeckt der Historiker Dr. Georg Waitz die bedeutungsvollen Schriften während eines Studienaufenthaltes in der Domstiftsbibliothek zu Merseburg, wo sie bis heute bewahrt werden. Seit ihrer Entdeckung stehen die Schriften im Blickfeld deutscher Literatur- und Sprachforschung. Ein Faksimile dieser kostbaren Handschriften befindet sich im „Zauberspruchgewölbe“ des Domes und kann dort betrachtet werden.

Rabensage und Schlossgeschichten

Doch nicht nur die Zaubersprüche sorgen in Merseburg für rätsel- und sagenhafte Geschichten. Auch das Maskottchen der Domstadt, ein Rabe, trägt seine ganz eigene Bedeutung. Der Sage nach besaß Bischof Thilo von Trotha einen Goldring, den er vom befreundeten Bischof von Naumburg geschenkt bekommen hatte. Als dieser Ring eines Tages am offenen Fenster vergessen wurde und kurz darauf verschwand, bezichtigte Thilo von Trotha seinen langjährigen Diener des Diebstahls. Es folgte die Hinrichtung eines Unschuldigen, denn kurz darauf wurde der Ring in einem Rabennest wieder gefunden. Zur Mahnung, niemals im Jähzorn zu richten, und aus tiefer Reue ließ der Bischof den Raben in Gefangenschaft nehmen. Darüber hinaus schuf er sich ein neues Wappen, das einen Raben mit einem goldenen Ring im Schnabel zeigt.

Noch heute lebt ein Rabenpärchen im Merseburger Schloss, das im 13. Jahrhundert von Bischof Heinrich von Wahren als neues Bischofsschloss nördlich des Domes errichtet wurde. Bischof Thilo von Trotha lies es 1470 abreißen und neu bauen. Es folgten über die Jahre immer wieder Umbauten und Erneuerungen. Ein umfassender Erweiterungsbau schuf in den Jahren 1605 bis 1608 ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Spätrenaissance, das bis heute bestehen geblieben ist. Besonders bemerkenswert sind prächtige Portale sowie die prunkvollen Erker am Nordflügel. Ab 1815 wurde das Schloss als Regierungssitz der preußischen Provinz Sachsens genutzt. Heute fungiert es als Verwaltungssitz des Saalekreises und als kulturhistorisches Museum Merseburgs.

Gartenträume in der Hansestadt
Umgeben wird die Schlossanlage vom Schlossgarten, der vor einiger Zeit in das kulturhistorische Netz der „Gartenträume – Historische Parks Sachsen-Anhalt“ aufgenommen wurde.
Generell wird das Stadtbild Merseburgs immer wieder von großzügigen Parkanlagen durchbrochen und mit ihnen verschönert. Die Parkanlagen rund um den Gotthardteich und der Südpark im Süden der Stadt sind neben dem Schlosspark nur zwei Beispiele für die grünen Lungen Merseburgs.
1426 trat Merseburg dem Bund der Hansestädte bei. Schmucke Bürgerhäuser sowie das alte Rathaus mit seinen zahlreichen Bischofswappen an der Nordseite können in der Innenstadt besichtigt werden. Hier befindet sich auch die Neumarktkirche St. Thomae. Die 1188 erstmals in einer Urkunde Kaiser Friedrich I. Barbarossa erwähnte romanische Kreuzbasilika, zählt neben dem Dom zu den wohl bedeutendesten Gotteshäusern der Stadt.



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